Buchvorstellung: Sabine Wierlemann – Urlaub und andere Katastrophen

Sabine Wierlemann: Urlaub und andere Katastrophen

Sabine Wierlemann, Urlaub und andere Katastrophen

 

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform bei Amazon

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 03.08.2015

Autor: Sabine Wierlemann

Format: als MOBI-Format für den Kindle oder als Taschenbuch

Preis: 0,99 € / 9,95 €

 

 

Worum geht es? Inhalt:

Eigentlich läuft es gerade richtig gut bei den Beermanns: Traumhaus gefunden, Umzug überstanden und der Urlaub steht vor der Tür. Alles perfekt? Fast! Die Renovierung der alten Villa verzögert sich, deshalb beschließt Eva: Ich bleibe zu Hause. Das allerdings kommt für ihren Mann Henner und die Kinder Alma und Pepi überhaupt nicht in Frage. Mit Witz und Einfallsreichtum bemühen sie sich um die Rettung des gemeinsamen Urlaubs. Jeder tüftelt einen Plan B aus und engagiert einen Haus-Sitter, damit Eva auch verreisen kann. Es dauert nicht lang und das neue Haus wird von einer bunt zusammengewürfelten und recht skurrilen Wohngemeinschaft bevölkert. Turbulenzen, Probleme und Überraschungen stehen ab sofort auf der Tagesordnung. Bis zum Schluss bleibt es spannend, ob die Beermanns das Chaos in den Griff bekommen und es schaffen, gemeinsam in den Urlaub aufzubrechen. Erzählt wird diese beschwingte Sommerkomödie von Familienhund Bruno, der den Trubel im Haus mit einer großen Portion Humor verfolgt.

 

 

Eigentlich wurde im Klappentext alles beschrieben und dennoch habe ich mir bei diesem Buch eine etwas andere Geschichte vorgestellt.

 

Die Geschichte dreht sich um Familie Beermann: die Eltern Eva und Henner, die dreizehnjährige Tochter Alma und der siebenjährige Sohn Pepi. Gerade erst in das neue Haus eingezogen, ziehen sich die Bauarbeiten in die Länge, so dass der geplante Familienurlaub auf der Kippe steht und Eva beschließt zu Hause zu bleiben.

Das möchte natürlich keiner und somit bittet der Vater des Hauses kurzerhand seine Mutter während dieser Zeit die Arbeiten zu koordinieren.
Aber auch Alma hat sich etwas einfallen lassen und es schlägt dazu ein „Couchsurfer“ aus den Niederlanden auf, vorher kommt auch der Bruder des Vaters zur Hilfe – zu dem seit seinem Outing seit Jahren niemand mehr Kontakt hatte – heimlich angefordert von Pepi.
Aber nicht genug: der Vater bringt beruflich noch zwei Chinesen mit ins Haus, da diese nicht im Hotel schlafen können und eine Übernachtungsmöglichkeit brauchen.
Das Haus ist mehr als voll, soweit so gut. Die ganze Geschichte wird größtenteils aus der Sicht vom Haushund Bruno erzählt. Zwischendurch wechselt die Perspektive in eine „neutrale Sicht“, so dass man etwas mehr Einblick in die Familie erhält. Am Ende rückt Brunos Sichtweise leider immer mehr in den Hintergrund.

Ich hatte gedacht, dass sich die Geschichte auch mehr um die Bauarbeiten am Haus dreht, aber man erfährt leider nicht, was dort überhaupt koordiniert werden muß oder wie weit es um diese steht.

Stattdessen gibt es diverse kuriose Geschichten mit und um die Bewohner.

 

Als erstes schlagen zwei mysteriöse „kirchlich angehauchte“ Jungs aus Amerika auf. Diese „Couchsurfer“ haben irgendwie wohl das falsche Haus erwischt und verlassen am nächsten Tag schon wieder das Geschehen. Dafür kommt Juup aus den Niederlanden in den sich Mutter Eva kurz verliebt – dies wird aber nicht weiter vertieft, sondern nur kurz eingeschoben. Die eigentliche Geschichte mit Juup dreht sich darum, dass er mit Oma Rosa Haschkekse backt, welche von der unwissenden Eva auch an die Nachbarn verteilt werden.
Der schwule Bruder Claas mit seinem Freund Björn geben sich vor der Klassenlehrerin als Eltern von Pepi aus, da bei diesem die Versetzung am Ende des Schuljahres gefährdet ist und Pepi sich nicht traut dies seinen Eltern zu erzählen. Diese Szene hat mir absolut nicht gefallen, denn sie ist an sich schon unglaubwürdig, aber als Björn mit kahlgeschorenem Kopf, umgebundenen Handtuch und abrasierten Augenbrauen erscheint, ist es aus meiner Sicht zuviel des Guten. Es wird so getan, als wenn Pepis „Mutter“ Krebs hätte und Pepi aus diesem Grund in der Schule abgerutscht ist. Aber: Späße macht man dieser Krankheit nicht!

 

Viele Stellen im Buch sind einfach unrealistisch – und auch wenn „Urlaub und andere Katastrophen“ eine leichte Sommerlektüre sein soll mag ich es doch gern, wenn alles zusammen passt und nicht nur viele bunte Ideen hintereinander aufgeschrieben werden. Es muß nicht alles bis ins letzte ausgeführt werden, aber zu kunterbunt darf es (für mich) auch nicht werden.
Am Ende der Geschichte geht dann alles gut aus. Zwar sehr hektisch und absolut nicht wie von Familie Beermann geplant, aber der Urlaub kann kommen.

 

Ich bin nur sehr schwer in die Geschichte reingekommen. An manchen Stellen war es mir zu wirr, vor allem der Teil mit den zwei Jungs aus Amerika war mir gleich am Anfang zu viel.

Beim Lesen von Büchern hat natürlich jeder ein anderes Empfinden – somit gibt es auch viele positive Beurteilungen zu diesem Buch.

 

Sabine Wierlemann vertreibt ihr Buch über Amazon als „Selbstvermarktung“ – daraus resultiert auch der niedrige Preis als E-Book. Das bedeutet aber nicht, dass diese Bücher schlechter sind als andere. Sie werden nur nicht von einem großen Verlag vertrieben, der selbst daran mitverdienen will, die Werbung übernimmt und weitere Ausgaben hat.

 

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