Buchvorstellung: Der Tintenschnüffler und die Weltenweber von Iris Deitermann

 Iris Deitermann – Der Tintenschnüffler und die Weltenweber

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Verlag: Sperling Verlag

Erscheinungsdatum: 20.11.2012

Autor: Iris Deitermann

Illustration: Marcel Hampel

Altersempfehlung: 8 – 11 Jahre

Broschiert, 220 Seiten

Preis: 12,80 € – Der Tintenschnüffler und die Weltenweber – jetzt dieses Buch bei Amazon kaufen

 

 

 

Wie ich zu diesem Buch kam:

Über Facebook habe ich von Iris Deitermann „gehört“ und gelesen, dass sie gerade ein Buch geschrieben und der Sperling-Verlag dieses veröffentlicht hat. Nachdem ich auf ihrem Blog „iris-deitermann.blogspot.de“ die Leseprobe gelesen hatte, war ich total fasziniert. Wie es der Zufall wollte, gewann ich kurze Zeit später auf ihrer Facebook Seite dieses traumhafte Buch. Von ihr und Marcel Hampel liebevoll für meinen Sohn signiert. Seitdem dreht sich bei uns alles nur noch um den Tintenschnüffler 😉

 

Worum geht es?

Mit allem haben die vier Freunde Tabea, Katie, Simon und Michael gerechnet, nur nicht mit einem winzigen blauen Wesen namens Tintonius. Eben noch auf einem Campingausflug, befinden sie sich plötzlich mitten in Welwenia, dem Reich der Weltenweber, die vor einem scheinbar unlösbaren Problem stehen und dringend ihre Hilfe benötigen. Zusammen mit Tintonius brechen die vier zu einer abenteuerlichen Reise auf, die sie quer durch das wundersame Land führt. Schnell finden sie heraus, dass viel mehr hinter all den Dingen steckt, die sie täglich in ihrer Umwelt sehen und erleben. Erst durch ihre neuen Freunde erfahren sie, wohin die Pusteblumensamen fliegen, wer sich um die Bäume kümmert, warum Kornblumen eigentlich blau sind und wieso immer ihre Socken verschwinden.

Ein wunderbares Abenteuer, lehrreich und amüsant zugleich, über die Wahrnehmung unserer Umwelt, über Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Andersartigkeit und über Toleranz.

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Schreibstil: Man merkt, dass die Autorin sich mit dem Thema Kinderbücher auseinander gesetzt hat. Das Buch läßt sich sehr flüssig lesen und enthält keine „ellenlangen“ Sätze die erst einmal verstanden werden müssen. Ich habe das Buch vorgelesen, da dies schon immer zu unserem abentlichen Ritual gehört. Unser Sohn ist fast 8 Jahre alt und passt genau in die Zielgruppe der Altersempfehlung. Seit einiger Zeit lese ich neben Bilderbüchern oder Märchen auch Romane vor – denn dazu gehört ja auch, dass das Kind den Inhalt ohne Bilder und mit der eingenen Fantasie versteht. Beim Vorlesen merke ich dann oft, dass ich mich „verhaspele“ und es anstrengend ist, solche Bücher wie zum Beispiel die ??? Kids vorzulesen. Beim Tintenschnüffler ist das total anders. Es macht Spaß, mit verschiedenen Stimmen zu sprechen und statt der normalerweise 4-5 Seiten lese ich hier 2-3 Kapitel vor – das ist eine ganze Menge!
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Illustration: Die Bilder sind mehr als gelungen. Das Cover ist in Hochglanz und der Tintenschnüffler sieht irgendwie „lebendig“ aus. Die Bilder sind in brillanter Farbe abgedruckt und jede Einzelheit passt zum Buch. Mein Sohn schaut sich die einzelnen Figuren immer und immer wieder an und strahlt.

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Was sagt mein Sohn? „Mama, liest du mir den Tintenschnüffler vor?“ und das einfach so am Nachmittag, wo er sonst fragt, mit wem er spielen könnte oder Lego baut oder mit einer Spielekonsole spielen möchte. Ich glaube, das sagt eigentlich schon alles. Als mein Mann abends mit Vorlesen an der Reihe war, sagte er „aber du mußt auch die Stimmen so machen wie Mama“ – da ging mir dann das Herz auf 😉 Er liebt den Tintenschnüffler und alle Figuren. Wärend des Lesens konnte man richtig beobachten, wie es in seinem Kopf arbeitete und die Fantasie sich auslebte.

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Was sage ich? Die Geschichte ist sehr liebevoll geschrieben. Man braucht keine weiteren Bilder, denn diese bilden sich beim Lesen ganz allein im Kopf. Es geht um Freundschaft, um Hilfsbereitschaft und wie die Weltenweber unsere Welt gestalten und bereichern. Man denkt automatisch über unsere Welt und die Natur nach und es würde mich nicht wundern, wenn wir beim nächsten Waldspaziergang heimlich nach einem Wurzelwanderer ausschau halten.

 

Bewertung:

sehr_gut

 

 

Das Buch empfehle ich zum Selberlesen, Vorlesen oder als Geschenk für Jungs und Mädchen 🙂

 

 

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Ich habe Iris Deitermann gefragt:

 

– Wie bist du darauf gekommen, ein Buch zu schreiben?

Iris: Wirklich darauf gekommen ein ganzes Buch zu schreiben, bin ich eigentlich gar nicht selbst. Dadurch, dass der erste Teil meiner Geschichte mit seinem Cover an einem Coverwettbewerb teilgenommen und gewonnen hat, ist der Sperling-Verlag auf mich aufmerksam geworden. Daraufhin hat sich die kleine angefangene Geschichte zu einem 220 Seiten Buch entwickelt. Natürlich erst nach und nach.

– Wie lange hat es in etwa gedauert, bis es fertig war?

Iris: Der Rohtext hat sehr viel weniger Zeit in Anspruch genommen, als die Zeit, die es gedauert hat, bis der Tintenschnüffler samt Illustrationen druckfertig war. Insgesamt haben der Verlag und ich fast zwei Jahre in das Projekt gesteckt.

– Ist eine Fortsetzung geplant oder ein anderes neues Buch?

Iris: Ja, eine Fortsetzung ist geplant und auch bereits in Arbeit. Dieses Mal wird es ganz schön turbulent – so viel kann ich verraten.

– Schreibt bei dir in der Familie noch jemand Bücher?

Iris: In meiner Familie schreibe nur ich Geschichten – aber meine Familie ist eine tolle Inspirationsquelle. Es schreibt zwar niemand selbst, aber alle unterstützen mich, wo sie nur können.

 

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